
Antalya nach Alanya mit dem Motorrad: 135 km auf der D400
Kurze Antwort
Alanya liegt rund 135 km östlich von Antalya an der D400, einer breiten und glatten Straße, die für jede Motorradgröße geeignet ist, auch für 125 ccm. Die meisten fahren die Strecke als Tagestour hin und zurück, mit Stopps in Aspendos (47 km) und Side (75 km). Die besten Monate sind April bis Juni und September bis Oktober.
Wie ist die Strecke von Antalya nach Alanya?
Die D400 führt von Antalya rund 135 km nach Osten bis Alanya und folgt dabei meist der Küste, mit dem Mittelmeer zu Ihrer Rechten und dem Taurusgebirge zu Ihrer Linken. Anders als die schmale, kurvige D400 im Westen ist der östliche Abschnitt breit, glatt und schnell: eher eine Tourenstraße als eine Kurvenstrecke.
Die meisten fahren die Strecke als Tagestour hin und zurück: morgens ab Antalya, Stopps in Aspendos und Side, am frühen Nachmittag in Alanya und in der Abendsonne auf derselben Straße zurück. Wer mehr Zeit hat, kann in Side oder Alanya übernachten. Das Dim-Tal, der Sapadere-Canyon und die Dim-Höhle sind lohnende Ergänzungen für einen halben Tag.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Entfernung | rund 135 km pro Strecke |
| Straße | D400, von Antalya nach Osten |
| Landschaft | in Fahrtrichtung Osten das Mittelmeer rechts, der Taurus links |
| Dauer | Tagestour hin und zurück; Side und Alanya eignen sich auch für eine Übernachtung |
| Aspendos | 47 km östlich von Antalya |
| Side | 75 km östlich von Antalya |
| Beste Monate | April bis Juni und September bis Oktober |
| Rückfahrt durch die Berge über Akseki | rund 220 km, vier bis fünf Stunden mit Pausen |
Was gibt es zwischen Antalya und Aspendos zu sehen?
Verlassen Sie Antalya auf der D400 Richtung Osten, vorbei am Lara-Strand, einem 12 km langen Streifen mit Fünf-Sterne-Hotels und Wasserparks. Am eindrucksvollsten ist er an einem Werktag um 06:30 Uhr vom Motorradsattel aus, wenn der Boulevard leer ist und das Meer im ersten Licht kupferfarben schimmert. Hinter Lara endet die Stadt, die Straße wird schmaler und schneller, und es folgen Zitrushaine und Baumwollfelder.
Aspendos liegt 47 km östlich von Antalya, eine kurze Abzweigung nördlich der D400. Das römische Theater dort gehört zu den am besten erhaltenen der Welt: 15.000 Plätze, 98 % des ursprünglichen Mauerwerks stehen noch, erbaut 155 n. Chr. vom Architekten Zenon. Es wird bis heute für Konzerte genutzt. Auch wer sich sonst wenig für antike Ruinen interessiert, verbringt in Aspendos eine lohnende halbe Stunde; die Zufahrt durch die flache Flussebene ist zudem ein angenehmer Kontrast zur Küstenstraße.
Lohnt sich der Abstecher nach Side?
Ja. Side liegt auf einer kleinen Halbinsel 75 km östlich von Antalya. Die Abzweigung von der D400 nach Süden führt über eine 3 km lange Straße mit Restaurants und Geschäften zum antiken Stadttor. Dort endet die Straße, und Sie stehen zwischen zweitausend Jahre alten Säulen, mit dem Mittelmeer auf beiden Seiten. Stellen Sie das Motorrad auf dem bewachten Parkplatz am Tor ab und gehen Sie von hier zu Fuß weiter.
Der Apollontempel, zwei stehende Säulen mit verzierten Kapitellen, die sich in einem kleinen Becken spiegeln, ist das meistfotografierte Motiv von Side. Auf dem Gelände finden sich außerdem gut erhaltene römische Bäder, eine Säulenstraße und ein kleines Museum. Am Hafen an der Spitze der Halbinsel servieren ein halbes Dutzend Restaurants frisch gefangenen Fisch. Planen Sie mindestens zwei Stunden ein.
Was gibt es in Alanya zu sehen?
Bei der Anfahrt auf Alanya von Westen biegt die Straße um eine Landzunge, und plötzlich liegt die Festung vor Ihnen: ein 250 Meter hoher roter Kalksteinfelsen, dessen Gipfel eine seldschukische Zitadelle bedeckt und der auf drei Seiten steil ins Meer abfällt. Der 1226 erbaute Rote Turm (Kızıl Kule) steht am Fuß des Felsens und beherbergt heute ein kleines ethnografisches Museum.
Die Burgstraße ist ein 6 km langer, gewundener Anstieg durch das alte Stadtviertel. Am schönsten ist sie am späten Nachmittag, wenn das Licht am eindrucksvollsten ist und die Kreuzfahrtgäste auf ihre Schiffe zurückgekehrt sind. Vom Gipfel überblickt man die Bucht in beide Richtungen: Bananen- und Zitrusplantagen bedecken die Hänge, nach Westen zieht sich ein schmaler weißer Sandstrand. In der Altstadt unterhalb der Burg gibt es kleine Restaurants.
Welches Motorrad passt zur Route Antalya–Alanya?
Die östliche D400 ist eine breite Straße mit gutem Belag und eignet sich für jedes Motorrad unserer Flotte, auch für die kleineren 125er-Modelle. Auf dieser gemütlichen Tourenstrecke zahlt sich eine bequeme, aufrechte Sitzposition aus. Am häufigsten gewählt werden die Yamaha XMAX 400 und die Honda Forza 250: Automatikgetriebe, gleichmäßige Kraftentfaltung und bequeme Sitze machen die 135 km ermüdungsfrei.
Für die Rückfahrt durch die Berge über Akseki (siehe unten) oder den unbefestigten Weg hinunter zum Sapadere-Canyon ist ein Adventure-Motorrad wie die BMW R1250 GS ADV, die Honda Africa Twin oder die Honda NC750X die bessere Wahl. Der Weg zum Canyon ist nur etwa 4 km lang, besteht aber aus losem Schotter, und ein Roller mit wenig Bodenfreiheit hätte dort Mühe.
Welche Abstecher gibt es rund um Alanya?
Das Dim-Tal erreichen Sie über eine ausgeschilderte Abzweigung nördlich von Alanya; es gehört zu den wenig besuchten Orten der Region. Die Straße folgt dem Fluss 14 km aufwärts durch dichte Vegetation, vorbei an Forellenrestaurants am Ufer, und endet an der Dim-Höhle, einer 360 Meter langen Tropfsteinhöhle mit einem unterirdischen See. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und mit jedem Motorrad leicht zu fahren.
Für den Sapadere-Canyon, 25 km nordöstlich von Alanya, ist ein kurzes unbefestigtes Stück nötig; dafür erwartet Sie eine enge Schlucht, die vom Parkplatz aus nur zu Fuß zugänglich ist. Der Weg folgt 1,5 km einem kalten Bach, und die Wände rücken stellenweise bis auf wenige Meter zusammen. Zusammen mit dem Dim-Tal ergibt das einen ganzen zusätzlichen Tag in Alanya. Beide besucht man am besten am Vormittag, bevor nach Mittag die Busgruppen eintreffen.
Wo tanke ich, und wann ist die beste Zeit für die Fahrt?
Tankstellen gibt es entlang der gesamten östlichen D400 und in ganz Alanya reichlich. Die Straße hat keine schwierigen Abschnitte und eignet sich für Fahrer jeder Erfahrungsstufe, auch am ersten Tag auf einem ungewohnten Motorrad. Das häufigste Problem ist das Einbahnstraßensystem im Zentrum von Alanya; nutzen Sie ab der Abzweigung zur Burgstraße die Navigation.
Die beste Zeit für diese Route ist April bis Juni oder September bis Oktober. Juli und August sind fahrbar, auf der D400 östlich von Antalya herrscht dann aber starker Lkw-Verkehr; wer vor 08:30 Uhr losfährt, entgeht dem größten Teil. Bei Lieferung zum Hotel oder an eine andere Adresse richtet sich die Gebühr nach der Entfernung und wird in der Buchungsbestätigung genannt.
Kann ich über Akseki durch die Berge zurückfahren?
Ja. Wer einen zweiten Tag hat oder eine längere Runde möchte, kann von Alanya über Akseki und das Taurus-Hochland zurückfahren. Die D695 zweigt in Alanya nach Norden ab und steigt gleichmäßig durch Zedern- und Kiefernwälder zur Hochlandstadt Akseki auf 1.100 Metern Höhe an. Hinter Akseki überquert die Straße die Hochebene und fällt dann über Kırkgöz steil Richtung Antalya ab.
Die gesamte Runde Alanya, Akseki, Antalya ist rund 220 km lang und dauert mit Pausen vier bis fünf Stunden. Die Straße ist durchgehend in gutem Zustand, auf der Hochebene von Akseki kann es aber selbst im Sommer kühl sein (bis 10°C); nehmen Sie eine leichte zusätzliche Schicht mit. Im Winter ist die Route nicht zu empfehlen, weil die Bergstraßen vereist sein können. Bei der Abfahrt Richtung Antalya liegt die gesamte Küstenebene unter Ihnen.
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